Nicht nur eine Reise – Unterwegs mit der Evangelischen Jugend

Die Sommerferien stehen vor der Tür und immer mehr Anmeldungen für die vielen Freizeitangebote der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis Rotenburg treffen bei den Diakoninnen und Diakonen ein. Alle Angebote sind offen für Jugendliche aus dem gesamten Kirchenkreis. Reiseziele sind in diesem Jahr beispielsweise Südfrankreich, Italien oder Schweden. Auch Zeltlager oder eine Tour mit dem Schülerferienticket durch Niedersachsen stehen zur Auswahl.

Wichtig ist den Organisatoren die Feststellung, dass sie keine Reiseveranstalter im üblichen Sinn sind. „Es ist nicht nur eine Reise. Bei uns hat die Gemeinschaft einen hohen Wert“, sagt Werner Burfeind. Der Kirchenkreisjugenddiakon begleitet in diesem Jahr eine Kinderfreizeit nach Damme. Dazu hat er mit einer Gruppe ausgebildeter jugendlicher Teamer ein Programm ausgearbeitet, das die Teilnehmenden gemeinsam durchführen.

Natürlich gibt es auch genügend Raum für das Ausspannen und eigene Aktivitäten während der Freizeiten, aber Gruppenprogramme mit Ausflügen, Besichtigungen oder auch Spiele sind fester Bestandteil der Angebote, ebenso wie Andachten und Gottesdienste. „Jugendliche sind auf der Suche nach einem Sinn und einem Weg in ihrem Leben. Wir bieten Zeit für Ruhe und Input“, beschreibt es Ingrid Radlanski, Diakonin in der Kirchenregion Fintel, Lauenbrück, Scheeßel.

Das bedeutet allerdings nicht, dass die Teilnehmenden eine besondere Nähe zum christlichen Glauben haben müssen, um an den Reisen teilzunehmen. „Auch wenn es kirchlich ist, ist es offen für jeden“, sagt Ole Peyk, Diakon in der Stadt Rotenburg. Er hat die Erfahrung gemacht, dass in der besonderen und intensiven Zeit einer gemeinsamen Freizeit Lebensfragen automatisch Thema werden. Jörg Pahling, Diakon in der Kirchenregion Brockel, Kirchwalsede, Visselhövede bestätigt das. „Die Jugendlichen haben viel Zeit für sich und für Gespräche.“ Aber auch umgekehrt haben die Organisatoren mehr Zeit für die Jugendlichen als während der regulären Veranstaltungen unter der Woche oder im Konfirmandenunterricht. „Da passiert vieles zwischendrin an Gesprächen und Austausch“, bestätigt Diakon Burfeind.

Für Birgit Bargfrede, Diakonin der Kirchengemeinde Brockel, ist es ein wichtiges Anliegen, den Teilnehmenden auf dem Weg ihrer Entwicklung zu helfen. „Das ist ein Qualitätsmerkmal unserer Reisen.“ Das betrifft neben der Gemeinschaft und dem Glauben auch eine andere Form des Alltags. „Wir gestalten den Alltag gemeinsam und erledigen alltägliche Dinge zusammen“, sagt Volker Renke, Diakon der Kirchenregion Ahausen, Horstedt, Sottrum. Dadurch werden soziale Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Kooperation, Verantwortung und Vertrauen gefördert.

Dass diese Reisen etwas Besonderes sind, wird schon daran deutlich, dass es vielen Jugendlichen gar nicht so sehr darauf ankommt, wohin sie fahren, sondern, mit wem sie unterwegs sind. Oftmals kennen sich einige Teilnehmende bereits vorher, aber während der Freizeit entsteht schnell eine gute Gemeinschaft in der Gruppe, und es finden sich regelmäßig viele neue Freundschaften. „Für viele ist es deshalb wirklich egal, wohin die Reise geht“, sagt Dietmar Küddelsmann, Diakon der Kirchenregion Schneverdingen, Neuenkirchen, Heber. Er weist noch einmal darauf hin, dass niemand aus finanziellen Gründen seine Kinder zu Hause lassen muss. „Zu finanziellen Unterstützungsmöglichkeiten beraten wir gern.“

Zur Zeit gibt es noch Plätze für die Freizeit nach Schweden, außerdem für die Kinderfreizeit nach Damme und das Jugendzeltlager in Offendorf. Auch auf die Bahnfahrt mit dem Niedersachsenticket können noch Interessierte mitkommen. Für die Herbstferien sind Plätze für die Jugendbegegnung nach Taizé und die Bootstour in Holland frei.

Weitere Informationen sowie einen Überblick über die Belegungsstände finden sich auf der Internetseite: Freizeiten auf einen Blick