Taizéfahrt 01. – 08.10.2017

„Raus aus dem Alltag, rein nach Taizé!“

Um vier Uhr dreißig in finsterer Nacht
Haben achtzehn Gestalten auf den Weg sich gemacht.
Taizé zu entdecken, dem Alltag entfliehen,
zum Anfang der Ferien gen Süden ziehen.
Zuerst vieles neu und unscheinbar
Außer Werner und Hannah noch niemand hier war.
Einfaches Essen, drei Gebete am Tag
den Nudelsalat nicht jeder mag.
Einhundert Brüder – eine Communauté
`41 gegründet von Frère Roger.
Gott nahe zu sein in Glück und Leid
Gott nahe zu sein in Gemeinsamkeit.
Egal was wir kennen, egal was gewöhnt
als Gemeinschaft vor dem Kreuz versöhnt.
Gebete, Gesänge – schön und rein
Die „Nacht der Lichter“ mit Kerzenschein
Taizé: ein Ort der Freude, ein Ort der Stille
Ein Stück Genuss des Lebens in Fülle.

Lara Scheffler und Jakob Seiferth

Taizé ist ein Kloster in Burgund (Frankreich) in dem 100 Brüder nach der Idee von Frère Roger in einer ökumenischen Brüderschaft zusammenleben.
Eine Gruppe von 18 Jugendlichen aus dem Landkreis Rotenburg machte sich in zwei Kleinbussen auf den Weg, um hier eine Woche mit rund 700 anderen Teilnehmern aus unterschiedlichen Ländern zu verbringen und das Leben im Kloster kennenzulernen.
Mit unterschiedlichen Vorstellungen und Erwartungen hieß es „Raus aus dem Alltag, rein nach Taizé!“.
Schnell ließ sich eine feste Alltagsstruktur erkennen, die das Klosterleben prägt. Dreimal täglich finden Gottesdienste statt, in denen überwiegend gesungen wird. Das schafft eine ganz besondere Atmosphäre. Des Öfteren fiel der Satz: „In Taizé kann jeder singen.“ Da die Brüder verschiedene Heimatländer haben und alle Lieder selbergeschrieben sind, werden diese auf unterschiedlichen Sprachen gesungen.
Der Gottesdienst lädt außerdem zum Gebet und zum Nachdenken in der Stille ein, was einen großen Kontrast zum oft stressigen Alltag zu Hause schafft. Sie sind ein Ort der inneren Ruhe und des Friedens. Eine weitere Besonderheit war, dass die Mahlzeiten draußen eingenommen wurden, was gut zum ländlichen Charme und dem meist guten Wetter passte.
Das Tagesprogramm besteht außerdem aus Gesprächen in Kleingruppen, welche den Austausch mit anderen Teilnehmern bieten. Sowie aus potenziellen Workshops und freier Zeit.
Da das Leben in Taizé auf Gemeinschaft basiert und das Klosterleben ausmacht, wurde jeder für eine Aufgabe eingeteilt. Dies macht das gemeinsame Leben in Taizé überhaupt erst möglich. Es war für die meisten Teilnehmer anfangs ungewohnt, doch auch daran gewöhnten sie sich schnell. Das ist Taizé – ein einfaches Leben und nur das Nötigste, was man braucht, um sich auf Gott, die Gemeinschaft und sich selbst zu konzentrieren.
Um einen Einblick in das Leben eines Bruders zu gewinnen, war ein Gespräch mit einem Bruder möglich. Dieses Gespräch war für die Teilnehmer sehr interessant und informativ.
Für die meisten war sicherlich die Nacht der Lichter das Highlight der Woche, welche sich nicht beschreiben lässt und einfach selbst erlebt werden muss!

 Sophie Hammer, Mathilda Fitschen, Zora Slomma